In digitalen Zielgruppen denken – Enttäuschungen vermeiden

In digitalen Zielgruppen denken – Enttäuschungen vermeiden

Nach einer Phase des schnellen Wachstums verlangsamen sich die Steigerungsraten. Viele digitale Geschäftsmodelle kennen dieses Phänomen. Ein Grund mag sein, dass die Größe der Zielgruppen falsch oder gar nicht eingeschätzt wurde. Zwar ist richtig, dass knapp 80% der erwachsenen Deutschen online ist, jedoch sind Art und Intensität der Online-Nutzung höchst unterschiedlich. Einen besseren Einblick gibt der D21-Digital-Index, durchgeführt von TNS Infratest. Die Studie unterscheidet sechs Nutzertypen nach ihrer digitalen Souveränität und ihrem Verhalten im Netz. Leider machen die drei digital souveränen Nutzentypen erst 37% aller Internetnutzer in Deutschland aus. Die digital weniger erreichten Zielgruppen sind mit 63% immer noch in der Mehrzahl, jedoch nur oberflächlich mit neuen Technologien vertraut und nutzen das Netz vorwiegend für Search, Online-Banking und einfache Shopping-Anwendungen. Ein guter Business Plan sollte die Durchdringung dieser verschiedenen Zielgruppen differenziert abbilden, sonst wird die Durchdringungsgeschwindigkeit überschätzt. Denn neue Geschäftsmodelle erreichen in der Regel zuerst die beiden souveränsten Nutzergruppen, die „smarten Mobilisten (6% aller erwachsenen Deutschen) und die passionierten Onliner (13%). Beide Zielgruppen zusammenstellen jedoch nur ein Fünftel der Internetnutzer dar. Die restlichen Zielgruppen zu durchdringen, wird länger dauern.

Sharing Econonmy wird erwachsen

Sharing Econonmy wird erwachsen

Hat Collaborative Consumption die gleiche Bedeutung wie die industrielle Revolution?

Diese These stellt die Vordenkerin Rachel Botsman in ihrem Buch “What’s Mine Is Yours: The Rise of Collaborative Consumption” auf.  Aus meiner Sicht ein wenig übertrieben. Richtig ist, dass Vorreiter wie Airbnb, uber und das Heer an Nischenanbietern (beispielhafte Übersicht) ein atemberaubendes Wachstum verzeichnen. Immer wieder werden diese Pioniere durch rechtliche Probleme gebremst oder Tauschgeschäfte gehen öffentlichkeitswirksam und spektakulär schief. Doch das ist eher ein Zeichen dafür, dass die Branche erwachsen wird. Nach einem ersten Hype kommt die Phase, in der die rechtlichen Grundlagen gelegt werden müssen und Unternehmen lernen, wie die Abwicklung sicher und problemlos funktioniert. Danach beginnt die Phase des kontinuierlichen und substanziellen Wachstums. So war es auch, von uns längst vergessen, bei ebay und ähnlichen Marktplätzen vor vielen Jahren, wie der Beitrag von Paul Holand sehr anschaulich beschreibt.

E-Commerce – Wachstum verlangsamt sich auf hohem Niveau

E-Commerce – Wachstum verlangsamt sich auf hohem Niveau

Der E-Commerce-Umsatz wächst in 2015 um 12% auf knapp 47 Mrd. Euro in Deutschland. Nach den steilen Anstiegen der Vergangenheit wird sich das Wachstumstempo in 2015 leicht verringern, allerdings auf hohem Niveau. Zu dieser Prognose kommt der Verband BEVH (http://www.bevh.org/markt-statistik/zahlen-fakten) . Der Handel mit Waren hat einen Anteil von ca. 82% am E-Commerce, digitale Güter und Dienstleistungen 18%. Größte Produktgruppen bei digitalen Gütern sind Reisen (39%), Mobilität (32%) und Tickets (9%).